Nachrichtenansicht der Ev.-luth. Landeskirche Braunschweig
Menschen in die Mitte holen
Künftige Landesbischöfin für eine Kirche, die den Gemeinsinn stärkt
Braunschweig (epd). Die künftige Bischöfin der Landeskirche Braunschweig, Christina-Maria Bammel, will kirchliches Leben stärken, in dem „die Übersehenen und besonders Verletzlichen in die Mitte genommen werden“. Jede Aufgabe und jedes Ehrenamt in der Gemeinde könne mit besonderem Augenmerk auf den Aspekt „Menschen in die Mitte holen“ gesehen werden, sagte Bammel der „Braunschweiger Zeitung“ in der Ausgabe vom 14. Februar.
„Ob Tafeln, Trost, etwa in Trauer-Cafés, oder geteilte Freude in der Musik: Die evangelische Kirche stärkt durch das Handeln jedes einzelnen Menschen eine zivilgesellschaftliche Widerstandsfähigkeit, sorgt für Resilienz gegen jede Art von Extremismus“, sagte Bammel weiter. „Wir müssen auch in den Gemeinden aktiv teilnehmen an der Debatte darüber, wie wir gemeinsam leben wollen.“ So könne Kirche Gemeinsinn stärken und von Extremisten geschürten Ängsten begegnen.
Als Bischöfin wolle sie dafür sorgen, dass Berufliche und Ehrenamtliche ihre Aufgaben auch künftig „mit Güte und wohlbehalten“ tun können, betonte Bammel. So werde Kirche trotz sinkender Mitgliederzahlen weiterhin gesellschaftsweit erkennbar bleiben, über die kirchlichen Orte hinaus. Die Strukturreform der braunschweigischen Landeskirche wolle sie mit enger Kommunikation und Gesprächen begleiten. „Wo Veränderungen beunruhigen, setze ich auf die Kraft der Besonnenheit und der Argumente.“